Wasserkrise in Indien – Nicht unser Problem?

Erstellt von Ruth Kluge | |  Unsere Verantwortung in Deutschland

Der Sommer 2018 wird in Indien in die Geschichte eingehen: Als der Sommer mit der bisher größten Wasserkrise des Landes. Etwa 600 Millionen Menschen haben nur erschwerten Zugang zu Trinkwasser.

 

Furchtbare Umweltverschmutzung, Korruption und Missmanagement, explodierende Bevölkerungszahlen. Es gibt viele Dinge, die wir mit Indien assoziieren, die auch unmittelbar mit der aktuellen verheerenden Wasserkrise des Landes zusammenhängen

Es ist leicht zu sagen: „Schlimm! Aber damit haben wir nichts zu tun…“, doch leider ist das nur die halbe Wahrheit.  Ja, Indien hat viele Probleme und ja, einige davon sind auch selbst verschuldet. Doch auch unser Alltag, unsere Lebensweise hat mehr Einfluss auf die Menschen dort, als wir vielleicht denken. 


Und was haben wir damit zu tun?


Produkte wie Baumwolle, Tee oder auch verschiedene Früchte, die wir in unserem Alltag immer wieder konsumieren, kommen aus Indien und werden dort unter großem Wasseraufwand produziert. Wieviel Wasser eigentlich für Produkte verwendet wird, die anschließend bei uns verkauft werden, zeigt sich besonders gut am Beispiel Baumwolle:  Im weltweiten Durchschnitt werden für die Produktion von nur einem Kilogramm Baumwolle ganze 11.000 Liter Wasser benötigt! Baumwolle wird nicht nur in Indien, sondern auch in den USA, China oder Pakistan produziert. Auf dem deutschen Markt findet sich jedoch hauptsächlich Baumwolle aus indischer Produktion – doch dort werden für die Produktion von einem Kilogramm Baumwolle sogar mehr als 23.000 Liter Wasser eingesetzt!*

Ein Blick in unseren Kleiderschrank verrät: Mit einem Stapel T-Shirts kommen wir sicher schon locker auf diese Menge…  Gepaart mit den oben genannten Zuständen wie Missmanagement und Belastung der Böden durch Pestizide, kann unser Konsum plötzlich Teil sein einer solchen Katastrophe.  


Lieber den Kopf in den Sand stecken?

Über diese Themen zu sprechen ist oft ernüchternd. Doch hilft es, wenn wir den Kopf in den Sand stecken und die Hoffnung aufgeben?

Nein, ganz sicher nicht. Im Gegensatz zu vielen Menschen in den Ländern Südasiens sind wir nicht hilflos. Wir können beim nächsten Einkauf zum Beispiel kurz innehalten und überlegen, ob wir dieses T-Shirt wirklich brauchen oder ob wir nicht doch auf die aus Indien eingeflogenen Granatapfelkerne verzichten können. Und mit der Entscheidung, Menschen in Indien bewusst durch nachhaltige Entwicklungsprojekte zu unterstützen, können wir noch viel mehr erreichen, als ein Zeichen als Verbraucher zu setzen: 


Zeichen setzen - durch nachhaltige Projekte


Zum Beispiel fördern unsere Projekte ganz bewusst Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, damit sie wassersparender und umweltschonender ihre Felder bestellen können. In Dürrejahren können sie dann auf angelegte Regenwasserreservoirs zurückgreifen (mehr Infos zum Projekt gibt es hier).
Der Erfolg: In Dörfern, in denen in den vergangenen Jahren derartige Projekte der ANDHERI HILFE durchgeführt wurden, leidet aktuell niemand unter der Wasserkrise!


Klingt das besser, als tatenlos die Nachrichten zu schauen? Dann mach mit – Deine Spende heute wird im nächsten Jahr viele Familien vor einer weiteren Wasserkatastrophe bewahren!

Mit ein bisschen Bewusstsein und Engagement können wir viel erreichen – viel bedeutet in diesem Fall mehr als 700.000 Menschen, deren Leben wir jährlich in Indien und Bangladesch berühren können, um ihre Not zu lindern und ihnen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben die Hand zu reichen.

 


*Quelle: virtuelles-wasser.de/baumwolle.html


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Wasserkrise in Indien: Bis zu 600 Millionen Menschen hatten in den vergangenen Wochen und Monaten keinen, oder nur erschwerten Zugang zu sauberem Trinkwasser.