Energieversorgung, Klimawandel und was Frauen damit zu tun haben

Erstellt von Ruth Kluge | |  Unsere Verantwortung in Deutschland| IndienBangladesch

Unser Themenfokus im ersten Quartal 2018: Umwelt- und Klimaschutz, Frauen und Mädchen und warum Stromversorgung dabei eine wichtige Rolle spielt - hier erfahrt ihr mehr!


Naturkatastrophen, Flucht und Verzweiflung
sind nur einige der Auswirkungen des globalen Klimawandels


Der menschengemachte Klimawandel ist ein globales Problem. Einer der Gründe für die immer weiter steigenden Emissionen von Treibhausgasen ist die weltweite Energieversorgung – unser Hunger nach Strom ist unersättlich. Doch besonders in armen Ländern, in denen die Bevölkerung in hohem Maße von der Landwirtschaft abhängig ist, trifft der Klimawandel die Menschen hart. In diesen ländlichen Regionen ist auch die Elektrifizierung oft noch gar nicht angekommen. Die Menschen tragen also zur Erwärmung der Erdatmosphäre kaum bei, leiden aber am meisten unter den Folgen. Viele Menschen sind den neuen Wetterbedingungen schutzlos ausgeliefert. Dies trifft auch auf die ländlichen Regionen Indiens und Bangladeschs zu. Die Auswirkungen? Überflutungen, Dürren, Fluchtbewegungen und unzählige Selbstmorde von Kleinbauern. 

Traditionelle Geschlechterrollen, die in diesen Ländern noch tief verwurzelt sind, tragen dazu bei, dass meist Frauen für die Beschaffung von Feuerholz und die Arbeit am Herd verantwortlich sind. Anstrengende, gesundheitsschädliche und gefährlichen Aufgaben: Auf der Suche nach Holz sind Frauen oft schutzlos und Übergriffen von Männern ausgesetzt. Wenn der Herd nur eine Feuerstelle ist, sind Lungen- und Atemwegserkrankungen auf Dauer unvermeidbar. Und Frauen sind oft viele Stunden am Tag mit diesen Aufgaben beschäftigt. Frauen und Mädchen tragen die Verantwortungslast beim Thema Energieversorgung oft allein.   
Die immer fortschreitende Abholzung von Wäldern ist wiederum ein verheerender Umweltfaktor, der auch die Region, die Landwirtschaft und das Klima negativ beeinflusst. Ein Teufelskreis – doch wie kann man ihm entkommen? 


Nachhaltige Energiequellen – in Deutschland und weltweit – sind
ein erster Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit 


Den Klimawandel können wir nicht aufhalten ohne auch in unserer Heimat in Europa aktiv zu werden. Eine Aufgabe, vor der wir alle stehen. Wir bei der ANDHERI HILFE arbeiten nun schon lange daran, ein Symptom der fortschreitenden Klimaveränderung zu bekämpfen: Wir möchten die Lebenssituation der Ärmsten nachhaltig verbessern und in Indien und Bangladesch, ebenso wie in Deutschland dazu beitragen, dass Menschen sich nachhaltige Energiequellen erschließen, die Umwelt, Gesundheit und Klima schonen und dazu beitragen, dass benachteiligte Gruppen sich aus der Armut befreien können.  

In unseren Projekten in Indien und Bangladesch liegt daher ein Fokus auf erneuerbaren Energien wie Solarenergie und Biogas. Außerdem geben wir den Menschen Zugang zu Wissen und Förderprogrammen, welche ihnen ein Überleben in ihrer Heimat ermöglichen. Besonders Frauen profitieren von diesen Maßnahmen – eine Situation, die sich langfristig für alle verbessert ist das Ziel! Mehr zu einem Projekt, in dem dies beispielhaft umgesetzt wird, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag unserer Projektreferentin Barbara von Hillebrandt-Jung.   

Doch auch in Deutschland versuchen wir aktiv zu sein:
Unser ANDHERI-Bürogebäude zum Beispiel wurde vor einigen Jahren saniert, isoliert und wird nun ausschließlich mit erneuerbaren Energien versorgt!  

Seid ihr auch für den Klimaschutz aktiv? Verratet es uns in den Kommentaren! 

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